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2020…Ruhe in Frieden

Dieses Jahr ist irgendwie relativ gut gestartet. Ich erinner mich noch wie wir im Januar Witze gemacht haben über Virus, Pandemie und den ganzen Kram. Immer in Vorfreude auf das, was mich da im Februar erwarten würde.

Über Matze war ich für End Hits Records zwei Wochen auf Tour. Quer durch Deutschland, nach Österreich und in die Schweiz. Im Nightliner. Mit vielen geilen Leuten, die in den zwei Wochen meine Freunde werden sollten.

Und direkt als man wieder Zuhause war ging es dann auch schon los. Pandemie, Leute sterben reihenweise wegen diesem beschissenen Virus und allen wird schnell klar, das geht in die Hose.

Der folgende erste Lockdown hat viele Leute aus meiner Blase getroffen wie ein Hammer. Gerade habe ich vor allem auch die ganzen Leute hinter den Kulissen kennengelernt und genau die kämpfen mittlerweile seit vielen Monaten um die nächste Miete und das Überleben. Hört sich dramatisch an? Ist es auch!

Für mich persönlich waren die ersten Wochen im Lockdown eigentlich in Ordnung. Ich habe mir viele Dinge vorgenommen, für die man sonst nie Zeit hat. Aber ziemlich schnell war man irgendwie lethargisch. Man hat den halben Tag auf dem Sofa gesessen und war am Ende erstaunt wenn der Tag vorbei war. Dazu dann die privaten Dinge wie Skype-Unterricht und ein Kind das sich so krass tapfer schlägt, aber immer mehr an dem fehlenden sozialen Kontakt zu den Freunden zu knabbern hat. Alle Nerven lagen mittlerweile schneller blank.

Irgendwann waren dann die ersten kleinen Shootings unter „Social Distancing“ möglich. Und der erste Studiobesuch (bei fluppe im Studio Nord) und der nächste Studiobesuch für das kommende Matze Rossi – Album. Ach der Matze. Man sagt mir ja ein kleines bisschen nach, dass ich immer ins Schwärmen gerate bei Matze. Aber am Ende hofft man immer bei Kennenlernen von so Typen, dass sie hoffentlich nicht kacke sind. Bei Matze ist es nun so, dass ich ihn immer mehr ins Herz schließe. Wir kennen uns jetzt seit etwa 10 Jahren und haben schon viel Zeit in Bussen, Hotels, Clubs und sonstwo verbracht. Und es wird tatsächlich immer noch besser. Das bringt mich auch immer wieder dazu mit ganz viel Pathos von „Herzblut und Freundschaft“ zu sprechen. Z.B. bei der eigenen Matze Rossi – Ausstellung in diesem Jahr im Findus Bremerhaven.

Für mich war 2020 auch deshalb besonders, weil sämtliche Hochzeiten verschoben und/abgesagt wurden. Ich habe mir selbst irgendwann ein Limit für Hochzeiten gesetzt. Ich finanziere mir im Grunde diverse Dinge mit Melancholie Maritim mit der Hochzeitsfotografie. Statt aber zu sparen, habe ich 2020 endlich mehr analoge Fotos gemacht und damit auch mehr Geld ausgegeben. Mehr als geplant und mehr als gewollt eigentlich.

Trotzdem hat dieses Jahr auch etwas positives mit mir gemacht. Durch die nun wieder möglichen Portraittermine habe ich nicht nur tolle Leute noch besser kennengelernt (High Five Lara, Marie, Marie, Anne und der ganze Rest vom Fest!), sondern auch mit einigen meiner Lieblingsmusiker Projekte umgesetzt und Fotos gemacht, die ihr 2021 noch an anderer Stelle wiederfinden werdet. Dadurch habe ich mein Feuer für diese Art Fotografie mehr als wiedergefunden.

Außerdem habe ich in diesem Jahr tatsächlich meinen Arsch hochgekriegt und Prints und die ersten zwei Kleinstauflagen von „heartblood & heartbreakers“ verkauft. Das ein glückliches Brautpaar für ihre Bilder zahlen, ist eh klar. Aber das Leute das was ich mache geil finden und sich Prints für die eigene Wand oder das Buch/Magazin für Zuhause vor dem Plattenspieler bestellen, war eine mega schöne Erfahrung.

Ich glaube dieses Jahr hat leider in dieses verdammte kalte Deutschland einen neuen Graben gerissen. Zwar zeigt sich ziemlich deutlich, dass die Menschen die auf Gesundheit, Leben, Gemeinschaft und Solidarität scheißen in weiten Teilen genau die Leute sind, die auch schon seit 2015 im Internet ihren beschissenen Hass rausgekotzt haben, aber es ist zu Bildern gekommen, die ich nie für möglich gehalten hätte. Nazis, die offensichtlich als solche zu erkennen sind, stehen am Rand der Gesellschaft und vertreten ihre eigene Scheiße genau da. Sie haben nichs mit der Mitte der Gesellschaft zu tun. Das ist eigentlich klar. Aber das 2020 auf den Straßen Menschen aus der Mitte der Gesellschaft Seite an Seite mit diesen Demokratiefeinden gehen, hat mich dann doch aus den Socken gehauen. Umso wichtiger sind wir jetzt! In jeder verdammten Unterhaltung, an jedem Tresen der Republik und an jeder bekackten Bushaltestelle müssen wir unseren Mund aufmachen. Es ist wichtig wie nie, zu den Grundwerten zu stehen die uns ausmachen. Und da kommt es nicht ausschließlich auf die Politik an, auf die wir den ganzen Tag so gut schimpfen können, sondern auf die Gesellschaft. Also uns.

Als Fazit zu diesem Jahr bleibt mir zu sagen, dass ich für mich persönlich ziemlich positiv ins nächste Jahr blicke. Ich hoffe auf eine Normalisierung, die ja vielleicht schon ab dem Frühjahr kommt, und auf die endlich wieder einsetzenden Veranstaltungen.

Außerdem werde ich meinen Fokus abseits der Hochzeiten weiter auf die entschleunigten Arbeiten mit meinen lieben Freunden aus dem Musikbereich setzen und weiter an Portraits mit guten Leuten arbeiten.

Das die Musikwelt eine große Solidarität aus der Gesellschaft, nicht aber aus der Politik, erfahren hat, zeigt mir auch wieder, wie gut die Leute um mich rum sind. Da werden alle Eitelkeiten und persönlichen Befindlichkeiten zur Seite geschoben und es wird endlich mal an die Anderen gedacht. Das ist heute ja leider auch nicht mehr so selbstverständlich.

Wir sehen uns also 2020 mit einer Menge guter, neuer Musik (das wird echt gut! Glaubt mir!) und vielen Menschen, die uns gut tun. Bleibt gesund!

Hafenstorys – Alter Fischereihafen

Ich habe mich an zwei Tagen im Oktober mit einigen Leuten getroffen und in Räumlichkeiten im Alten Fischereihafen Portraits gemacht. Schlicht. Ergreifend. Schlicht und ergreifend Portraits.

Danke an alle Beteiligten und den Alten Fischereihafen!

Seenotkreuzer Anneliese Kramer

Seenotkreuzer Anneliese Kramer in Cuxhaven
Seenotkreuzer Anneliese Kramer ist seit 2017 stationiert in Cuxhaven

Die Neue in Cuxhaven – Seenotkreuzer Anneliese Kramer – löst den in die Jahre gekommenden Seenotkreuzer Hermann Helms auf der DGzRS Station Cuxhaven ab.

Der 28-Meter Seenotkreuzer Anneliese Kramer hat eine Länge von 27,90 Meter und eine von Breite 6,20 Meter. Tiefgang: 1,95 Meter, Verdrängung: 120 Tonnen, Geschwindigkeit: 24 Knoten, Leistung: 2880 kW / 3916 PS. Das 8,20 Meter lange Tochterboot der Anneliese Kramer heißt Mathias.
Die neue Klasse der 28-Meter-Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger soll nach und nach die älteren Schiffe der 27,5-Meter-Klasse, der 23,3-Meter-Klasse und der 23,1-Meter-Klasse ablösen.

Alte Liebe – Warum plötzlich wieder analog?

Die Coronazeit hat alle aus der Bahn geworfen. Man musste plötzlich mit Einschränkungen leben, die nicht immer unmittelbar nachvollziehbar waren und bis heute sind, aber die Solidarität mit der Gemeinschaft zeigten. Oder eben aber die fehlende Bereitschaft dazu.

Bei mir persönlich waren es weniger die Existenzängste, obwohl ein großer Teil der Einnahmen aus Fotoarbeiten komplett ausgefallen sind, sondern viel eher die Sachen die sich nur im Kopf abspielten. Ich hatte plötzlich alle zwei Wochen Zeit. Zeit über die ich mich erstmal freute, die aber im Laufe der Wochen schwieriger sinnvoll auszufüllen war, als ich vorher gedachte hätte.

Irgendwann kam die Idee mich mit Dingen zu beschäftigen, für die sonst die Zeit fehlt. Was liegt für mich da näher als die analoge Fotografie?

Also ran an Ebay Kleinanzeigen und ziemlich fix die erste Kleinbildkamera abgeholt. Die Zenit 12XP. Unkaputtbarer Russenstahl, wie mir die Verkäuferin von ihrem 80jährigen Vater ausrichten sollte.

Im Gespräch mit meinem Freund Nico (honeymilkphotography), der nie aufgehört hat analog zu fotografieren, kam dann auch schnell der Einwand „du kannst in der Postproduktion alles wie analog aussehen lassen“. Ja, das stimmt. Aber ziemlich schnell merkte ich bei den ersten Filmen was so ein großer Vorteil für mich ist. Und zwar die komplette Herangehensweise. Ich überlege wesentlich genauer. Ich ärgere mich weniger, wenn etwas in die Hose geht. Ich beschäftige mich viel mehr mit dem einzelnen Bild.

Ein bisschen kann man das mit meiner Vorliebe für Musik auf Vinyl vergleichen. Mit einer Spotiy-Playlist setzt du dich selten aufs Sofa, guckst dir das Cover beim Hören an, hörst das Knistern, erlebst Musik einfach ganz anders. Und so ist es mit den alten Mittelformat- / Kleinbildkameras für mich auch.

Allein die Geräusche beim Fotografieren mit analogen Kameras! Ein Traum. Vielleicht nicht unbedingt wenn man sich unauffällig bewegen will und eine alte Pentacon Six dabei hat, die locker 2,5kg wiegt und man bei jedem „Ratschhhhh“ die Blicke auf sich zieht.

Am Ende bin ich bei meinem Mittelweg gelandet und fotografiere digital und analog. Das ich bei einer Trauung auch auf Masse setzen muss und den richtigen Moment nicht verpassen darf, ist klar. Da müssen Herr Fuji und Frau Nikon in digital ran, aber wenn ich Zeit habe und genau weiß was geplant ist, ein Moodboard erstellt habe, Vorgespräche geführt habe und dann den Musiker oder das Model vor mir habe, werden es nebenbei immer wieder die leicht in die Jahre gekommenen und langsamen Analogen sein.

Das hat nicht nur mit meinen Fotos, sondern auch mit mir und meiner Einstellung zu dem ganzen Bums was gemacht. Ich selbst bin zwar noch immer so euphorisch wie vorher, aber trotzdem auch wesentlich entspannter. Zeit. Das wertvollste was man wohl so als Arbeitsmaterial beim Fotografieren haben kann.

Warten… mit fluppe im Studio Nord

Die Band fluppe ist eine großartige Indie.Punk Band aus Hamburg. Auch wenn nicht mehr alle Bandmitglieder in Hamburg wohnen.

Als in der Coronazeit die ersten Dinge wieder anlaufen konnten, war ich mit fluppe im Studio Nord Bremen bei Gregor Henning und habe den Tag ein wenig mit Fotos begleitet. Digital und analog. Das war sehr schön. Pizza gab es auch und wir haben viel geraucht. Bis zum nächsten Mal fluppe.

Wir sind Milliarden – Im Audiolodge- Studio mit Matze Rossi

Mit Matze verbinden mich ja nun schon einige Jahre, aber diese eine Sache haben wir noch nicht zusammen erlebt. Und zwar die Aufnahmen für eine neue Platte im Studio.

Ich war dann für zwei Tage in Unterfranken und mit den großartigen Musikern und Menschen Uwe, Martin und Sven (Peks) waren die Tage auch gefühlt ziemlich kurz, obwohl es dann doch immer bis 24 Uhr ging.

Für mich war eine kleine Besonderheit meine eigene Ausrüstung. Bisher war ich ja eigentlich immer mit meiner Nikon-Vollformat und der Fuji X-T3 unterwegs. Die waren dieses Mal auch dabei, aber zusätzlich waren eine 6×6 Mittelformat und eine 35mm Kleinbildkamera dabei. Zenit und Pentacon. Unkaputtbar und unfassbar schön zum Arbeiten.

Hier dann einige Ergebnisse aus den Tagen….

Bonny & Clyde – Joe Astray 2020

Joe Astray und ich sind schon seit einer ganzen Weile befreundet. Befreundet sein mit den Musikern, die man da so fotografiert, ist unfassbar gut. Das bringt in der Regel mit sich, dass man in erster Linie Kaffee trinkt, viel redet und nebenbei ein paar Fotos macht. Das macht das Ganze für mich und den Musiker wesentlich angenehmer. Und ich bin auch davon überzeugt, dass man eine andere Seite von dem Gegenüber festhalten kann, die man sonst nicht sehen würde. Persönlicher.

Mit Joe verbinde ich zusätzlich auch einige ganz wunderbare Konzerte. Gemeinsam mit anderen befreundeten Songwritern, mit und ohne Band. Mit Schnaps und ohne Schnaps. Aber immer mit Fotos.

Für ein Wohnzimmerkonzert in unserem Wohnzimmer kam Joe dann mit der wunderbaren Alix. Und ich muss sagen, dass passt wie Arsch auf Eimer. Ich lass die musikalische Seite mal eben außen vor, aber wie die Beiden da zusammen funktionierten, ist ganz wunderbar harmonisch. Wieder persönlich. So hatte ich auch sofort Fotos im Kopf und wir sind am nächsten Morgen, nach dem Frühstück losgezogen und haben spontan im Hafen ein paar Fotos geknipst. Arsch auf Eimer. Bonny & Clyde. Wunderbar, die Beiden!

Marc Jürs & A Bunch of Heartbreakers // Promoshooting

Wenn die Leidenschaft für Musik auch noch auf wichtige Familienmitglieder passt und die dann in einer Band spielen, bietet sich ein kleines Promoshooting am Sonntag zur Kaffeezeit ja einfach mal so an.

Also war ich in der Nähe von Stade und habe für Marc Jürs and a Bunch of Heartbreakers (einer der Heartbreaker ist mein Stief-Schwiegervater) ein paar Fotos gemacht und gewohnt viel geraucht nebenbei.

Hört mal rein!

„Rastlos in der Wunderbar“ – Kathrin & Jan (Westerstede/Leer, 2017)

Die Hochzeit von Kathrin und Jan war für mich in diesem Jahr ein besonderes Erlebnis. Und zwar sind die Zwei auf mich gekommen, weil ich das Cover für eine Vinylbox von Kumpel Matze Rossi fotografiert habe. Dieses Foto ist in der Wunderbar Westerstede entstanden und die Wunderbar hat für die Beiden, ebenso wie Matze, eine besondere Bedeutung. Das erste Date, die ersten Konzerte.

Als ich dann die Anfrage für die Hochzeit bekam, war ich natürlich freudig überrascht. So war es die erste Hochzeit, die ich über ein Plattencover fotografieren sollte. Und dann auch noch 4 Tage vor meiner eigenen standesamtlichen Trauung. Aber da konnte ich quasi nicht nein sagen.

Die Zwei haben sich standesamtlich in Leer (Ostfriesland) trauen lassen und für mich war es der erste Besuch in Leer. Herrje ist das schön da! Und dann auch noch dieses Standesamt im historischen Rathaus. Mega.

Wir hatten zwischen der Trauung und der Feier eine Menge Zeit und so sind wir nicht nur einige Locations für die Fotos abgefahren, sondern hatten auch viel Zeit zu quatschen und uns besser kennenzulernen. Da Bräutigam Jan auch Hochzeiten fotografiert, war es besonders spannend.

Ein Highlight war auf jeden Fall der Zwischenstopp in der Wunderbar Westerstede, wo Wirt Marc für uns nicht nur die Tür aufmachte, sondern wo wir mit Marc noch ein Bierchen trinken und über Gott und die Welt sabbeln konnten. Das war nicht nur Entspannung, sondern auch eine mega Gelegenheit für etwas andere Brautpaarfotos.

Bei der Feier ist mir, wie einige Tage später auf der eigenen Hochzeit, mal wieder aufgefallen wie wichtig Freunde sind und wie wertvoll es ist, wenn da Menschen sind, die einen bei dem großen Tag mit Rat und Tat zur Seite stehen. Und vor allem wenn die das auch noch wie selbtverständlich und ohne Meckerei machen. Großartig! Hier dann mal einen schönen Gruß an die zwei Trauzeugen!

Ich wünsche den Erdmännchen alles erdenklich Gute für die Zukunft und noch viele Matze Rossi Konzerte in der Wunderbar und überall sonst!

 

„Keine Baumguckfotos!“ – Hofhochzeit mit Carina & Hendrik

Mit dem einleitenden Satz „…wir wollen keine Baumguckfotos oder so nen Kram“ war das Eis bei der ersten Email von Carina im letzten Jahr schon gebrochen. Kein Baumguckfotos, keine glattgebügelten Gesichter und keine Orgelpfeiffenposen. Sehr gut! Dann bin ich euer Mann!

Und das Vorgespräch hat die gleiche Wellenlänge einfach nur nochmal bestätigt. Außerdem wurde ihre Hochzeit meine erste Hofhochzeit in dieser Form. Auch wenn mit dem riesigen Zelt und der superschönen Deko, bei der irgendwie DIY an jedes Detail gedacht wurde, kein Hoffeeling, sondern sofort die richtige Hochzeitsstimmung aufkam.

Das Begleiten von dieser Art Hochzeiten macht mir an der Hochzeitsfotografie am meisten Spaß. Auch wenn ich nie ein „nur Hochzeiten“-Fotograf werde, sind diese Momente schon echt besonders schön. Man lacht den ganzen Tag zusammen. Und in besonders emotionalen Momentan weint man auch fast zusammen.

Hier könnt ihr einen kleinen Eindruck von dem Tag bekommen.

 

PS: Ich lade nie die kompletten Reportagen hoch! Was ihr hier seht sind kleine Ausschnitte!

 

Jennifer & Ashley (Cuxhaven, 15.07.2017)

So eine Hochzeit ist schon verrückt. Da wird ewig geplant, gemacht, organisiert, verschoben und an alles gedacht und plötzlich ist alles irgendwie an einem vorbei geflogen und schon vorbei. Ob klassische Hochzeit oder DIY, ob Kirche oder freie Trauung. Man möchte seinen Tag zu etwas Besonderen machen. Schließlich soll es nur einmal im Leben soweit sein.

Wenn aber der Tag an einem vorüber fliegt und man sich später darüber beschwert „Das hab ich gar nicht mitbekommen!“, kommen wir Hochzeitsfotografen ins Spiel. Wir beraten durch unsere Hochzeitserfahrungen am großen Tag, wir beruhigen, ich für meinen Tag rede wie ein Wasserfall und lenke die Brautpaare vom Stress ab. Zumindest versuch ich das immer. Außerdem sind wir immer präsent und doch irgendwie unsichtbar dabei. Wie sehr sich die Begleitung lohnt, sehen die Brautpaare dann bei der Übergabe der Bilder. Das kann man ganz gut an den überraschten Gesichtern ablesen.

Und was die Planerei betrifft weiß ich wovon ich rede. Schließlich bin ich selbst gerade mittendrin.

Hier ein kleiner Einblick in den Tag von Jennifer und Ashley in Cuxhaven. Eine kleine Auswahl von einem mega schönen Tag und meiner einzigen Cuxhavenhochzeit in diesem Jahr.

 

Live for better days – Rebecca & Emil

Wir hetzen uns ab. Wir kaufen Platten, lassen uns Nadeln unter die Haut jagen und sind alle viel mehr Szene als alle anderen. Wir setzen Prioritäten auf Musik, auf Kleidung und auf Status. Obwohl natürlich alles Punk ist, geht es um bestimmte Dinge die einfach dazugehören. Jeder schreit nach Individualität und sieht am Ende aus wie alle anderen, die ach so individuell sind.

Wir sind gegen Nazis und homophobe Spinner. Sollte klar sein und ist auch wichtig und richtig. Nur sollte das nichts mit irgendeiner Szene zu tun haben, sondern einfach eine normale menschliche Empfindung sein.

Wir sind politisch. Gut so! Aber können wir noch über Politik diskutieren und unseren Standpunkt vertreten oder bestimmen wir nur noch?

Wir hören Punk. Wir leben Punk. Jeder auf seine eigene Art. Und das ist, was Punk ausmacht. Keine Label. Keine Bands. Keine Meinung einzelner Menschen. Punk ist Punk ist Individuell und niemand kann und darf dem Anderen vorschreiben wie er sich kleidet, was für Punkbands cool sind und welche nicht und verdammt nochmal niemand darf mir sagen was ich zu tun und zu lassen habe.

Warum sich das alles so kompliziert anhört? Keine Ahnung. Sind wir selbst Schuld dran. Und warum das für viele irgendwann unwichtig wird? Weil es wichtigere Dinge gibt, über die man sich Gedanken machen sollte. Über Liebe. Über das Leben. Und genau das ist, was Kinder mit uns machen. Sie lassen uns über Dinge nachdenken, die eigentlich Alltäglich sind. Sie lassen uns aus einer Perspektive auf Dinge gucken, die mit einem Satz alles erklären kann. Guckt ein 4jähriges Mädchen auf Trump und sagt „Doofer Mann“ ist alles gesagt. Sagt ein 4jähriges Mädchen das alle Menschen bunt sein sollen, weil das viel schöner und spannender ist, trifft das den Nagel auf den Kopf. Klar ist das naiv. Und klar ist das Leben viel komplizierter. Aber wenn man Dinge auf den Kern runterbricht, wird oft vieles klarer. Solltet ihr auch mal probieren. Mit oder auch ohne Kinder. Danke.

 

Und hier jetzt eine kleine Auswahl der Serie von meinem Besuch bei Rebecca und Emil.

 

 

 

Saal-Digital Wandbildtest – Portrait auf Leinwand

Das die Firma Saal-Digital Aktionen durchführt, bei denen Produkte durch Fotografen getestet werden können, dürfte vielen bekannt sein. Vor allem bei Fotobüchern sind Saal-Digital bekannt wie ein bunter Hund und auch viele Hobbyfotografen haben da schon ordentlich getestet und durchgehend positiv bewertet.

Als nun die Aktion mit dem Test der Wandbilder anstand, habe ich mich auch beworben. Da ich in nächster Zeit Wandbilder in verschiedenen Varianten drucken lassen möchte, war das für mich die perfekte Gelegenheit, ausgestattet mit einem Gutschein, ein erstes Format zu testen.

Und bereits aus der Bestellung von Fotobüchern wusste ich, dass die kostenlose Software in Bedienerfreundlichkeit keine Wünsche offen lässt. Jetzt also der Versuch in groß.

Am Ende habe ich mich nach einigem Ausprobieren für ein Schwarz/Weiß Portrait von Swantje auf Leinwand in 40×60 cm entschieden. Und wie sich später rausstellte, war das genau die richtige Entscheidung.

Der Bestellvorgang ging gewohnt unproblematisch und durch Meldungen per Email bei Statusänderungen meiner Bestellung, bestand auch jederzeit die Transparenz, die mir bei anderen Versänden oft fehlen.

Und was soll ich sagen… so schnell und so gut verpackt hat mich noch nie ein Druck erreicht. Selbst der Druch vor Ort hier dauert in der Form in der Regel länger. Nach wenigen Tagen hatte mich also das Paket erreicht. Sofort fällt beim Auspacken auf, wie sorgfältig beim Verpacken der sensiblen Ware gearbeitet wurde. Wenn ich überlege wie oft schon angeditschte Bilder bei mir angekommen sind…

Und zu guter Letzt das Ergebnis.

 

 

Auch da war ich schwer begeistert. Der großartige Druck war mehr als Hochwertig und macht sich mit der günstig dazubestellten und völlig ausreichenden Wandhalterung super an der Wand.

Das war dann wohl das Ende der kurzen Suche nach einem perfekten Anbieter für meine Bilder in Großformat… Danke Saal-Digital!

Erstmal für immer… (Charline & Tiago, März 2017)

Es gibt so Paare, die sieht man als Fotograf und möchte die unbedingt mal an seine Lieblingsplätze schleppen und ein Coupleshooting einläuten. Und da ich Charline schon kannte und sie zu den Lieblingsmenschen der kleinen Smilla zählt, musste ich wohl auch nicht lange überreden.

Wir sind dann bei bestem Frühlingswetter in Sahlenburg durch den Wernerwald und am Strand rumgeschlunzt, Tiago und ich haben erstmal ein paar Kippchen geraucht und gelacht haben wir auch genug. Die Ergebnisse könnt ihr hier sehen. Voll in love mit Couplebildern von anderen Menschen. Das passiert wohl auch nur Fotografen öfter….

 

Bullet with Butterfly Wings – Swantje, März 2017

Ich stehe stimmungstechnisch total auf Outdoorshootings im Herbst und Winter. Aber wenn es dann in Richtung Frühling geht, die Gesichtszüge wieder fröhlicher werden und einem der Hintern nicht komplett abfriert, während man irgendwo zwischen Heide, Deich und Meer rumrennt, ist das auch eine schöne Sache.

Wir haben also die ersten Sonnenstrahlen genutzt und sind mit Kamera, Lieblingsobjektiv und Lieblingsmodel an die frische Luft gegangen. Meine Damen und Herren, sehen sie hier das Ergebnis! 😉

 

 

Von Postkarten, Fotos und dem einen Gefühl

Mit Liebeserklärungen ist das wie mit dem Schreiben von eben solchen Songs. Es gibt Leute bei denen Sätze rauskommen, die man so auf Postkarten oder Kalenderblätte schreiben kann, ohne dabei dämlich zu wirken. Es gibt die Menschen, bei denen der Versuch es nicht kitschig zu machen, wie eine sozialwissenschaftliche Doktorarbeit klingt. Und es gibt Leute, bei denen der Versuch sowas aufzuschreiben, einfach dämlich, kitschig und völlig daneben wirkt. Wie etwa die Sprüche, die bei wohl jedem ab und zu durch die Facebooktimeline schwirren.

Und dabei kennt jeder, zumindest jeder der mal verliebt war, diese Momente, wo einem das Gefühl in der Bauchgegend wie der beste Drogenrausch der Welt vorkommt. Die einen haben das öfter und manche vielleicht sogar nie.

Ich für meinen Teil habe immer gedacht, dass jedes Mal für immer ist. Zumindest am Anfang. Aber darum verliebt man sich ja schließlich auch. Erstmal für immer. Dann mal sehen. Und meistens kommt man sich kurz darauf vor, wie ein trotteliger 15jähriger Teenie, der überhaupt keine Lebenserfahrung hat. Liebe ist ja eine schöne Sache, aber wieviele Dinge, die man in Beziehungen gemacht hat, kann man später nicht mehr erklären. Aber andererseits, wird ja auch alles andere egal. Ob das nun gut ist oder nicht.

Liebeserklärungen können viele Formen haben. Eine Liebeserklärung kann schon eine kleine Geste sein, ohne sich dabei in kitschige Worte zu verlieren, wie sie mir so oft auf der Zunge liegen und womit ich eine ganze spezielle Person anfangs ganz schön überfordert habe. Sie kann aber auch schon das „Sich einlassen“ sein. Einlassen auf etwas, von dem man den Ausgang nicht kennt, was man so nicht geplant hat und von dem der Ausgang offen ist. Etwas das sich schlicht und ergreifend gut und richtig anfühlt.

Aber eine Liebeserklärung kann auch dieser Blick sein, wenn die eine Person völlig euphorisch von der neuen Platte von Punkband XY erzählt, die andere Person diese Euphorie nicht nachvollziehen kann, aber genau diese Seite genauso schätzt wie alles andere und das durch einen einfach Blick und ein Lächeln ausdrückt. Wenn man sich blind versteht, einer vom anderen die Sätze beenden könnte, es aber lässt, damit man sich nicht komplett dämlich vorkommt. Wenn man Leidenschaften teilt und sich stundenlang über Fotos unterhalten kann. Oder auch wenn man einfach mal zusammen schweigen kann.

Ich glaube ob man sich dessen bewusst ist oder nicht, sucht man doch immer irgendwie Glück. Jeder sucht vermutlich auf eine andere Art und Weise und jeder definiert es für sich anders. Aber wenn man es dann gefunden hat, kommt dieses komische Gefühl. Man merkt es einfach.

Und wenn ich so diese eine bestimmte Person ansehe und sie mich anlächelt, ist das genau das, was man immer sucht. Und genau dieses Lächeln ist ihre Liebeserklärung an mich und bedeutet mir die Welt. Danke.

 

Wood & Valley – Promofotos (Februar, 2017)

Mein Herz schlägt neben meiner Familie für Fotos und Musik. Das ist das sehr gerne verbinde, kann man ziemlich schnell rausfinden. Und so kommt es auch immer wieder vor, dass ich Promofotos für Musiker mache.

In letzter Zeit ware das wieder einige. U.a habe ich in der Hamburger Fabrik Fotos für die großartigen  Mobina Galore aus Kanada gemacht. Mein persönlicher Punkliveshowfavorit 2016.

Anfang Februar war der gute Lucas, alias Wood and Valley in Cuxhaven zu Gast. Eigentlich für eine Handwritten Session für das handwritten-mag, aber wir haben gleich noch Promofotos gemacht. Gut so!

Hier ein kleiner Eindruck von dem Zeug, was wir für Lucas gemacht haben. Guter Typ und mega Musik übrigens.

Smoker

Wer mich kennt, weiß auch das ich viel zu viel rauche und Raucherpausen bei mir ständig eingeschoben werden. Was lag da näher, als sich an eine Reihe mit rauchenden Männern zu machen? Hier also der erste Teil mit Benni.

 

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….und dann kam die Hochzeitsfotografie.

Für mich stand die ersten Jahr mit der Kamera in der Hand fest: Niemals Hochzeiten! Niemals Paare! TFP für immer! Oder irgendwie so.

Viele mussten lachen, als sie vom Gewerbe hörten, weil ich doch immer nur Portraits, Sensual, Musiker und Co. machen wollte. Und dann wurde ich irgendwann mal überredet eine Hochzeit zu fotografieren. Mich also intensiv damit zu beschäftigen. Den ganzen Tag mit Braut und Bräutigam unterwegs zu sein. Die kleinen Momente mitzubekommen und auch in den großen Momenten mit ergriffen zu sein.

Wer mich kennt, weiß das ich für schönes, romantisches und teilweise schnulziges Zeug immer zu haben bin. Manchmal mehr als mir lieb ist. Und so habe ich mich dann nach und nach in dieses „Hochzeitsding“ verliebt.

Schon beim Vorgespräch geht das ja los. Die meisten Brautpaare kenne ich vorher nicht. Meine Bilder gefallen ihnen und so kommt man dann zusammen. So sitzt man also zusammen, bespricht Details, trinkt Kaffee, guckt gemeinsam Bilder an, spricht über die Zwei, spricht über die Zukunft und schon hat man das Gefühl, als würde man sich eine ganze Weile kennen.

Am Tag der Tage begleitet man die Paare dann meistens komplett. Das heißt man bekommt stressige Momente mit, wenn etwas nicht klappt. Oder wenn plötzlich zwei Hochzeitstorten und damit eine zuviel an der Location eintreffen. Man bekommt den Stress von kaputten Kleidern mit. Im schlimmsten Fall vom Bräutigam irgendwie beschädigt. Aber man bekommt eben auch die anderen Momente mit. Die Ruhe vor dem Sturm, wenn der Bräutigam sich fertig macht. Viel später als die Braut, die schon seit Stunden mit Freundinnen und Literweise Sekt fertig gemacht wird und zwischen Schwipps, völligem Stress und Wahnsinn beim Friseur oder Zuhause sitzt. Das letzte Durchatmen, bevor man das Standesamt, die Kirche oder die Location betritt.

Und da fällt mir ein, was einer meiner Lieblingsmomente ist! Der Moment nach der Trauung, wenn das Brautpaar das erste Mal einige Sekunden für sich hat. Wenn sie sich nicht auf Kommando küssen, nicht alle Augen auf sie gerichtet sind, sondern sie sich das erste Mal verheiratet in die Augen gucken. Bääääm!

Wenn ich dann am Ende des Tages nach Hause fahre, habe ich meistens Leute kennengelernt, die man so intensiv sonst nie in so kurzer Zeit kennengelernt hätte. Die einen zunächst Fremden nie so private Momente hätten mitbekommen lassen. Vertrauen ist da das Zauberwort. Und das muss man sich erarbeiten, was immer gut geklappt hat.

Am Ende gibt es dann die Nachbesprechung und wenn das Brautpaar nicht zu weit weg wohnt, werden da auch die Bilder übergeben und teilweise zusammen das erste Mal angesehen. Und das ist auch der krönende Abschluß einer Zusammenarbeit, die bisher immer gut funktioniert hat. Danke für euer Vertrauen! Es war mir eine Ehre!

Und so sehen einige meiner Lieblingsmomente aus…..

165-large 258-kopie-large 111-large 95-large 76-large 11-large Rena & Klaas dsc_3185-large Rena & Klaas dsc_3150-large Rena & Klaas dsc_3107-large dsc_2707-large dsc_2652-large 58 (Large) 18 (Large) 74 (Large) 308 (Large) 140 (Large) 152 (Large) Maren, 2016 Maren & Patrick 96 (Large) 49 (Large) 75 (Large) Jirina & Stephan 2016 93 (Large) Jirina 2016 115 (Large) Wolke 4 Hochzeit 107 (Large) 100 (Large) 130 (Large) Wolke 4 Heide 77 (Large) 45 (Large) Mustang 105 (Large) 35 (Large) Heide 22 (Large) Low Key 30hp Otterndorf

„Home is….“ Jessica, David & das Piratenschiff

Ich glaube ich habe nie so oft an das gute alte „Home is where the heart is“ denken müssen, wie bei meinem letzten Coupleshooting 2016. Jessica hatte mich vor einer Weile per Email kontaktiert und ich wusste das ihr Freund David nur zur Vorweihnachtszeit in Deutschland ist, da er Neuseeländer ist.

Die Geschichte von Jessica und David ist mit dem Kapitän eines Piratenausflugsschiffs eigentlich schon schön genug. Dazu kam dann das Wetter beim Shooting. Strahlende Sonne und wir am Strand und im angrenzenden Wald. Als ich dann am Abend mit Jessica nochmal per Email Kontakt hatte, schickte sie mir ein Foto und war ganz aufgeregt. „Perfekter Tag“ kam dabei glaub ich rüber. Da hat der gute David ihr nach dem Coupleshooting mal eben einen Antrag gemacht.

Laut Google ist die Entfernung Bremerhaven – Neuseeland etwa 18000km. Das ist am anderen Ende der Welt. Ich glaub einen besseren Abschluß kann ich mir für das Jahr nicht vorstellen. Danke und alles Gute!

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Das Herzprojekt – melancholie maritim 2017

Bereits seit einigen Jahren trage ich diese Idee mit mir rum. Da ich bis vor ein paar Jahren Konzerte organsiert habe und der Name „melancholie maritim“ auch seinen Ursprung in einer Songwriter-Konzertreihe hat, wollte ich unbedingt ein kleines Songswriterfestival/Konzert organsieren. Aber das sollte einen besonderen Rahmen haben und so wurde alles dieses Jahr konkreter!

Also werde ich am 19.08.2017 das erste „melancholie maritim“ auf einem Schiff, auf der Nordsee, auf der Elbe durchführen.

Und dazu habe ich mir ein paar Freunde eingeladen. So wird Herr Lehmann schon an der Alten Liebe die Gäste mit seiner Musik empfangen. Weiter geht es dann auf Elbe und Nordsee mit John Allen, Marcel Gein, Yellowknife und… (wird am 06.Dezember verkündet).

Ich freu mich sehr, dass diese super Typen alle dabei sind und das wir so unterschiedliche Songwriter dabei haben.

Die Karten werden ab Januar unter tickets@melancholiemaritim.de für 30,- Euro zu kaufen sein. Und Achtung: Die Tickets sind auf 100 Stück limitiert!!!

Wenn wir um 22.00 Uhr wieder an der Alten Liebe landen, können sich alle auf den Weg in die Döser Börse machen, um da auf der After Show Party ordentlich zu feiern. Punkrock und Indie aus der Konserve und Schnapps und Bier am Tresen. Prost! Ich freu mich sehr!

Und damit man weiß mit wem man es zu tun hat, hier Beispiele der Musiker:

 

Emil, 91 (Glove, Leev, Hoep)

Emil wird im Dezember 92. Emil hat seine verstorbene Frau 1942 kennengelernt. Aber nur über Funk. Im Krieg war Emil Funker und hatte drei Jahre lang am anderen Ende der Leitung diese Frau. Nach 3 Jahren und Kriegsende haben sich die Beiden das erste Mal getroffen und geheiratet.

2003 ist die Frau von Emil gestorben. Seit diesem Tag fährt Emil jeden Tag auf der Jan Cux von Cuxhaven aus auf die Nordsee und übergibt Blumen an das Meer, um so seiner Frau zu gedenken. Jeden Tag! Er hat mit dem Rauchen aufgehört und gibt das Geld für Blumen aus.

Emil hat einen Grundsatz. Jeden morgen wenn er aufsteht, denkt er sich, dass er dankbar für jeden Tag ist und das er das Beste daraus machen wird. Für ihn ist das Beste auf die Nordsee zu fahren, das Meer zu sehen und an seine Frau zu denken. Danke für den Nachmittag und das tolle Gespräch Emil!

 

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Alles was du willst (und noch mehr) – Matze Rossi

Matze Rossi begleitet mich schon mein halbes Leben lang. Ich wusste das. Er wusste das bis vor ein paar Jahren nicht. Damals Tagtraum, dann der Songwriter und Solokünstler. Irgendwann habe ich dann eine Show mit ihm organisiert, ihn kennengelernt und wir haben uns angefreundet. Ich werde nie vergessen wie mein Fanboyherz Luftsprünge gemacht hat, als Matze Rossi da auf meinem Sofa morgens nach dem Frühstück einen Song gespielt hat.

Das ist jetzt schon einige Jahre her und ich war immer mal wieder dabei, wenn er gespielt, gelacht und getrunken hat. Auch habe ich durch ihn einige coole Leute kennengelernt und andere Leute mit ihm immer mal wieder getroffen.

Und am Ende ist er soviel mehr als ein guter Songwriter. Heute bin ich stolz so einen Typen als Freund bezeichnen zu können. Daher habe ich auch mal versucht ein paar Eindrücke der Jahre rauszusuchen, um ein Portrait von ihm zu zeichnen damit. Das werde ich in Zukunft bestimmt noch weiter ausbauen. Danke Matze!

 

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